AGB für Anbieter

Hier finden Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Anbieter auf yatego, ohne Anmeldung. Jede Fassung hat eine feste Adresse und bleibt unverändert abrufbar.

Die in den AGB genannte Richtlinie über verbotene und beschränkte Produkte und weitere Richtlinien für Anbieter sind ebenfalls ohne Anmeldung abrufbar.

Version 11, Stand 17.10.2026

Noch nicht in Kraft. Bis dahin gilt Version 10. Zur aktuellen Fassung

PDF herunterladen (209 KB)

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Yatego GmbH für Anbieter

Version 11, Stand 17.10.2026

1. Geltungsbereich; Vorbemerkung

1.1 Mit dem Online-Marktplatz unter https://www.yatego.com (nachfolgend „Marktplatz“) bietet die Yatego GmbH (nachfolgend „Betreiberin“) handelnden Unternehmern im Sinne von § 14 BGB (nachfolgend „Anbieter“) die Möglichkeit unter Geltung dieser AGB Waren und Leistungen (nachfolgend „Produkte“) anzubieten und zu vertreiben. Endkunden haben die Möglichkeit, die angebotenen Produkte zu erwerben.

1.2 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten zwischen der Betreiberin und dem Anbieter.

1.3 Die Betreiberin stellt als technischer Dienstleister den Marktplatz zur Verfügung. Die über den Marktplatz geschlossenen Kaufverträge über die angebotenen Produkte kommen ausschließlich zwischen dem jeweiligen Anbieter und Endkunden zustande.

1.4 Ergänzend gelten die im Anbieterbereich veröffentlichten Richtlinien für Anbieter in ihrer jeweils aktuellen Fassung, insbesondere die Richtlinie über verbotene und beschränkte Produkte.

2. Antrag und Vertragsschluss

2.1 Der Anbieter beantragt die Nutzung des Marktplatzes über das Antragsformular unter https://www.yatego.com/verkaufen/. Im Antragsformular macht er die geforderten Angaben zu seinem Unternehmen, wählt einen Tarif und einen Zahlungsrhythmus (Ziffer 4.2), hinterlegt eine Zahlungsart für die Grundgebühr (Ziffer 4.4), bestätigt diese AGB und erklärt, dass er als Unternehmer handelt (Ziffer 2.6). Vor dem Absenden zeigt das Antragsformular eine Übersicht aller Angaben, die der Anbieter prüfen und korrigieren kann. Mit dem Absenden gibt der Anbieter ein verbindliches Angebot auf Abschluss des Vertrages über die Nutzung des Marktplatzes ab.

2.2 Nach dem Absenden erhält der Anbieter an die im Antrag angegebene E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink (Double Opt-In). Erst mit der Bestätigung durch Aufruf des Links wird das Angebot geprüft. Zur Dokumentation des Vertragsschlusses verarbeitet die Betreiberin die dafür erforderlichen Daten. Näheres steht in der Datenschutzerklärung.

2.3 Für die Grundgebühr hinterlegt der Anbieter im Antragsformular über einen Zahlungsdienstleister eine Zahlungsart (Ziffer 4.4). Ohne hinterlegte Zahlungsart kann der Antrag nicht abgeschlossen werden. Mit dem Hinterlegen der Zahlungsart wird nichts abgebucht.

2.4 Die Betreiberin prüft den Antrag, bevor sie ihn annimmt. Geprüft werden die Angaben zur Identität und zum Unternehmen des Anbieters und deren Stimmigkeit untereinander, etwa Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Anschrift, Kontaktdaten und Bankverbindung. Die Betreiberin kann dazu Nachweise anfordern, zum Beispiel eine Kopie der Gewerbeanmeldung. Auf die Annahme des Angebots besteht kein Anspruch. Die Ablehnung wird dem Anbieter in Textform mitgeteilt.

2.5 Die Betreiberin nimmt das Angebot durch die Freigabe des Antrags an. Die Freigabe teilt sie dem Anbieter mit einer Vertragsbestätigung per E-Mail mit. Die Vertragsbestätigung enthält die Vertragsdaten (Tarif, Zahlungsrhythmus, Gebühren, Laufzeit, Vertragsbeginn und Zahlungsart) und diese AGB als PDF-Datei. Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Vertragsbestätigung beim Anbieter zustande. Vertragsbeginn ist der Tag der Freigabe. Vor der Freigabe besteht kein Vertrag. Bis dahin bucht die Betreiberin keine Gebühren ab und richtet kein Anbieterkonto ein.

2.6 Mit der Abgabe des Angebots erklärt der Anbieter, dass er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handelt. Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist jede natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer selbständigen beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit handelt. Die Betreiberin behält sich das Recht vor eine Kopie der Gewerbeanmeldung des Anbieters als Nachweis der gewerblichen Tätigkeit anzufordern. Die Person, die den Antrag für ein Unternehmen absendet, gibt im Antrag ihren Namen und ihre Funktion an und erklärt, das Unternehmen bei diesem Vertrag vertreten zu dürfen.

2.7 Die Berechtigung zur Nutzung des Marktplatzes gilt nur für den Anbieter und ist nicht übertragbar.

2.8 Der Anbieter verpflichtet sich zur wahrheitsgemäßen und vollständigen Angabe der im Rahmen des Vertragsschlusses geforderten Daten. Änderungen seiner Unternehmensangaben, etwa der Anschrift oder der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, teilt er der Betreiberin unverzüglich mit. Die Betreiberin behält sich das Recht vor, ist aber nicht verpflichtet, die Angaben des Anbieters auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

2.9 Diese AGB sind in der jeweils geltenden Fassung ohne Anmeldung unter https://merchants.yatego.com/agb/ abrufbar. Frühere Fassungen bleiben auf derselben Seite abrufbar. Der Anbieter kann die AGB speichern und ausdrucken. Die bei Vertragsschluss geltende Fassung erhält er mit der Vertragsbestätigung als PDF-Datei.

3. Art und Umfang der Leistung

3.1 Die Betreiberin stellt als technischer Dienstleister einen Online-Marktplatz zur Verfügung, auf dem Endkunden die Möglichkeit haben für die von den Anbietern angebotenen Produkte Angebote abzugeben und im Falle der Annahme durch den Anbieter Verträge über den Erwerb der Produkte mit dem Anbieter zu schließen. Darüber hinaus bietet der Marktplatz Interessenten über verschiedene Suchfunktionen die Möglichkeit, sich über die Anbieter und die Produkte zu informieren.

3.2 Nach der Freigabe legt die Betreiberin das Anbieterkonto im Anbieterbereich (https://merchants.yatego.com) und den Online-Shop des Anbieters an und sendet dem Anbieter die Zugangsdaten. Das Anlegen ist die technische Umsetzung des bereits geschlossenen Vertrages. Die Einrichtung des Shops erfolgt durch den Anbieter (Einstellen der Produkte und Informationen), sofern nichts anderes vereinbart ist.

3.3 Stellt der Anbieter Produktdaten über eine Schnittstelle oder einen Feed bereit, übernimmt die Betreiberin die Daten so, wie sie geliefert werden. Der Anbieter bleibt für ihre Richtigkeit verantwortlich. Die Betreiberin prüft importierte Daten automatisiert, etwa auf auffällige Preise, und kann Angaben bis zur Klärung zurückhalten.

3.4 Fehlt ein Produkt in einem vollständig gelieferten Feed, kann die Betreiberin es nicht mehr kaufbar schalten, ausblenden und später archivieren. Einzelheiten und Fristen regeln die Richtlinien für Anbieter in ihrer jeweils aktuellen Fassung (Ziffer 1.4).

3.5 Der Marktplatz wird unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit angeboten. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit ist technisch nicht zu realisieren. Die Betreiberin bemüht sich jedoch, die Plattform möglichst konstant verfügbar zu halten. Insbesondere Wartungs-, Sicherheits- oder Kapazitätsbelange sowie Ereignisse, die nicht im Machtbereich der Betreiberin stehen (Störungen von öffentlichen Kommunikationsnetzen, Stromausfälle etc.), können zu Störungen oder zur vorübergehenden Einstellung des Marktplatzes führen.

3.6 Die Betreiberin ist nicht verpflichtet, eine Datensicherung der vom Anbieter eingestellten Inhalte durchzuführen. Der Anbieter ist für eine Datensicherung selbst verantwortlich.

3.7 Die Reihenfolge der Produkte in der Suche und in den Kategorien richtet sich nach diesen Hauptparametern. Zuerst stehen Produkte mit Produktbild vor Produkten ohne Produktbild. Innerhalb dieser Gruppen stehen vorrätige Produkte vor nicht vorrätigen. Innerhalb dieser Gruppen entscheidet bei einer Suche die Relevanz des Produkts zur Suchanfrage, bestimmt durch den Abgleich von Suchbegriff und Produktangaben. Wählt der Endkunde eine andere Sortierung, etwa nach Preis oder Neuheit, gilt sie innerhalb der beschriebenen Gruppen. Entgelte des Anbieters beeinflussen die Reihenfolge nicht. Eine bezahlte Platzierung gibt es derzeit nicht. Führt die Betreiberin eine ein, kennzeichnet sie diese und ergänzt diese Beschreibung.

4. Gebühren; Zahlungsrhythmus; Abrechnung

4.1 Es gelten der im Antrag gewählte Tarif mit dem gewählten Zahlungsrhythmus und die Gebühren nach dem Preisverzeichnis (Anlage 1) in der Fassung, die dem Anbieter bei Antragstellung angezeigt und in der Vertragsbestätigung wiederholt wird. Die Gebühren sind wesentlicher Vertragsbestandteil. Gebühren verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

4.2 Die Grundgebühr wird als Betrag je Monat ausgewiesen. Der Anbieter wählt im Antrag, ob er sie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlt. Der Monatsbetrag richtet sich nach dem gewählten Zahlungsrhythmus und sinkt mit der Länge des Zahlungszeitraums (Anlage 1). Berechnet wird für jeden Zahlungszeitraum der Monatsbetrag mal der Zahl der Monate des Zeitraums, jeweils im Voraus. Der Anbieter kann den Zahlungsrhythmus in Textform zum Beginn des nächsten Zahlungszeitraums ändern. Der Zahlungsrhythmus ändert die Laufzeit des Vertrages nicht (Ziffer 12.1).

4.3 Die Betreiberin stellt dem Anbieter unmittelbar nach der Freigabe die Rechnung für den ersten Zahlungszeitraum und bucht den Rechnungsbetrag zusammen mit der Rechnungsstellung über die hinterlegte Zahlungsart ab. Der erste Zahlungszeitraum beginnt mit dem Tag der Freigabe und läuft über den gewählten Zahlungsrhythmus. Alle weiteren Rechnungen stellt die Betreiberin zu Beginn des jeweils nächsten Zahlungszeitraums und bucht sie mit der Rechnungsstellung ab. Die Grundgebühr ist mit Rechnungsstellung für den jeweiligen Zahlungszeitraum im Voraus fällig. Vor der Freigabe bucht die Betreiberin nichts ab. Rechnungen werden elektronisch als PDF-Datei oder als E-Rechnung per E-Mail oder im Anbieterbereich bereitgestellt.

4.4 Für die Grundgebühr stehen die im Antragsformular angebotenen Zahlungsarten zur Verfügung, derzeit Kartenzahlung einschließlich Apple Pay und Google Pay, SEPA-Lastschrift und Link. PayPal steht nicht zur Verfügung. Eine Zahlung per Überweisung ist nur möglich, wenn die Betreiberin sie im Einzelfall als Ausnahme anbietet. Die Zahlungsart wird über den Abrechnungs- und Zahlungsdienstleister der Betreiberin erfasst. Der Anbieter sorgt dafür, dass die hinterlegte Zahlungsart gültig und gedeckt ist, und hält sie aktuell.

4.5 Wählt der Anbieter die SEPA-Lastschrift, erteilt er der Betreiberin mit dem Hinterlegen ein SEPA-Basis-Lastschriftmandat für die Grundgebühr. Gläubiger-Identifikationsnummer und Mandatsreferenz teilt die Betreiberin in der Vertragsbestätigung mit. Die Vorabankündigung (Pre-Notification) erfolgt mit der Rechnung. Die Frist dafür wird auf mindestens einen Tag vor der Abbuchung verkürzt.

4.6 Scheitert eine Abbuchung, etwa mangels Deckung oder weil die Zahlungsart widerrufen wurde, informiert die Betreiberin den Anbieter. Der Anbieter hinterlegt dann eine gültige Zahlungsart oder zahlt auf andere Weise, die die Betreiberin im Einzelfall zulässt. Die tatsächlich anfallenden Fremdkosten einer Rücklastschrift ersetzt der Anbieter, soweit er die Rücklastschrift zu vertreten hat.

4.7 Die Umsatzsteuer auf die Grundgebühr richtet sich nach den Angaben im Antrag. Hat der Anbieter seinen Sitz in Deutschland, berechnet die Betreiberin die gesetzliche Umsatzsteuer. Hat er seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union und gibt er eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer an, schuldet er die Steuer nach den Regeln über die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse-Charge-Verfahren), und die Rechnung enthält einen entsprechenden Hinweis. Bei einem Sitz außerhalb der Europäischen Union richtet sich die Behandlung nach dem jeweils geltenden Steuerrecht. Wird eine Angabe unrichtig oder später ungültig, ist die Betreiberin berechtigt, die Rechnung zu berichtigen und die Umsatzsteuer nachzuberechnen.

4.8 Die Umsatzgebühr ist der vereinbarte Prozentsatz des Warenwertes einer Bestellung. Warenwert ist die Summe der Preise der bestellten Produkte einschließlich Umsatzsteuer, ohne Versandkosten. Der Anspruch auf die Umsatzgebühr entsteht mit jeder zustande gekommenen Bestellung. Eine Bestellung kommt zustande, wenn die Zahlung des Endkunden erfolgreich eingegangen ist. Wird eine Bestellung ganz oder teilweise storniert, widerrufen, zurückgegeben oder erstattet (Ziffer 6), entfällt die Umsatzgebühr anteilig für den erstatteten Teil. Löst ein Endkunde einen Gutschein ein, bemisst sich die Umsatzgebühr auf den vollen Warenwert (Ziffer 5.3). Die Betreiberin behält die Umsatzgebühr bei der Weiterleitung des Kaufpreises ein (Ziffer 5.1) und rechnet sie gegenüber dem Anbieter monatlich ab.

4.9 Für jede Zahlung eines Endkunden fällt die im Preisverzeichnis (Anlage 1) genannte Zahlungsgebühr an. Sie wird vom Zahlungsdienstleister berechnet und ist je nach Zahlungsart verschieden hoch.

4.10 Im Falle des Zahlungsverzuges hat die Betreiberin Anspruch auf Verzugszinsen in Höhe des gesetzlichen Satzes nach § 288 BGB. Die gesetzlichen Rechte der Betreiberin im Falle eines Zahlungsverzuges des Anbieters bleiben hiervon unberührt. Der Anbieter kommt, wenn nicht bereits zuvor Verzug eingetreten ist, ohne Mahnung 30 Tage nach Rechnungsdatum in Verzug.

4.11 Befindet sich der Anbieter in Zahlungsverzug, so kann die Betreiberin Maßnahmen nach 8.2 ergreifen, insbesondere das Benutzerkonto gemäß 8.3 sperren, wenn der Anbieter mit den in 4.3 bis 4.9 genannten Zahlungsverpflichtungen in Verzug ist und die Betreiberin die Sperre mindestens zwei Wochen zuvor in Textform angedroht und dabei auf die Möglichkeit des Anbieters, Rechtsschutz vor den Gerichten zu suchen, hingewiesen hat.

5. Zahlungsabwicklung des Kaufpreises

5.1 Der Anbieter erklärt sich damit einverstanden, dass der Kaufpreis wie folgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd., Irland (nachfolgend: „Stripe“) abgewickelt wird. Der Endkunde zahlt den fälligen Kaufpreis bei der Bestellung über den dafür vorgesehenen Zahlungsweg an Stripe. Den Anteil des Anbieters, das ist der Kaufpreis abzüglich der in 4.8 bezeichneten Umsatzgebühr, leitet die Betreiberin nach Eingang der Zahlung auf das Stripe-Konto des Anbieters weiter. Von dort wird er nach einer Sicherheitsfrist von 14 Tagen auf das Bankkonto des Anbieters ausgezahlt. Der Anbieter versendet die Ware nach Abschluss des Kaufvertrages an den Endkunden. Ist das Stripe-Konto des Anbieters noch nicht für Auszahlungen freigeschaltet, wartet die Weiterleitung, bis das Konto freigeschaltet ist.

5.2 Zahlungsdienstleistungen für den Anbieter auf dem Marktplatz werden von Stripe erbracht und unterliegen der Stripe Connected Account Vereinbarung (Stripe Connected Account Agreement), welche die Stripe Nutzungsbedingungen (Stripe Terms of Service) beinhaltet (zusammengefasst unter dem Sammelbegriff “Stripe Services Agreement”). Durch die Zustimmung zu den vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Nutzung des Marktplatzes akzeptiert der Anbieter die Bedingungen der Vereinbarung “Stripe Services Agreement”, welche von Stripe von Zeit zu Zeit angepasst werden darf. Sie ist unter https://stripe.com/docs/connect/updating-accounts#tos-acceptance jederzeit abrufbar. Als Voraussetzung, dass die Betreiberin die Zahlungsdienstleistungen von Stripe in Anspruch nehmen kann, stimmt der Anbieter zu, vollständige und komplette Informationen über sich und sein Unternehmen für die Betreiberin bereitzustellen, und autorisiert die Betreiberin, diese Informationen und Transaktionsinformationen, die im Zusammenhang mit ihrer Nutzung der von Stripe offerierten Zahlungsdienstleistungen stehen, weiterzugeben. Die Prüfung des Anbieters und seines Bankkontos führt Stripe durch. Der Anbieter schließt sie ab, damit Auszahlungen möglich sind.

5.3 Löst ein Endkunde einen Gutschein ein, erhält der Anbieter den auf den Gutschein entfallenden Teil des Warenwertes ebenfalls über Stripe. Die Umsatzgebühr wird auch in diesem Fall vom vollen Warenwert berechnet.

5.4 Erstattet die Betreiberin nach Ziffer 6 einen Kaufpreis an den Endkunden oder wird eine Zahlung zurückgebucht oder angefochten, trägt der Anbieter den auf ihn entfallenden Betrag zuzüglich der dafür anfallenden Gebühren des Zahlungsdienstleisters. Das gilt nicht, soweit die Betreiberin eine Erstattung aus Kulanz auf eigene Kosten gewährt. Die Betreiberin kann die Weiterleitung an den Anbieter rückgängig machen, den Betrag mit späteren Auszahlungen verrechnen oder als Forderung gegen den Anbieter geltend machen. Besteht ein erhöhtes Risiko von Rückbelastungen, kann die Betreiberin Auszahlungen zurückhalten, bis das Risiko geprüft ist. Sie teilt dies dem Anbieter mit.

6. Bestellabwicklung, Rückgaben und Beschwerden

6.1 Der Anbieter versendet bestellte Produkte innerhalb der von ihm angegebenen Lieferzeit. Versand und Zustellung sind Sache des Anbieters. Die Betreiberin ist daran nicht beteiligt.

6.2 Hat der Anbieter für ein Produkt oder ein Lieferland keine Versandkosten hinterlegt, zeigt der Marktplatz den Versand als kostenlos an und berechnet dem Endkunden keine Versandkosten. Der Anbieter ist selbst dafür verantwortlich, seine Versandkosten vollständig zu pflegen.

6.3 Fragen von Endkunden zu Produkten und Bestellungen beantwortet der Anbieter zeitnah. Bleibt eine Frage unbeantwortet, erinnert die Betreiberin den Anbieter und informiert den Endkunden, dass nachgehakt wird (Anlage 2).

6.4 Widerruft ein Endkunde, stellt er eine Rückgabe in Aussicht oder storniert er eine Bestellung, wickelt die Betreiberin das über den Marktplatz nach den Fristen in Anlage 2 ab. Eine Stornierung vor dem Versand wird sofort erstattet. Reagiert der Anbieter auf eine Rückgabe- oder Widerrufsanfrage nicht innerhalb der Frist, gilt sie als genehmigt. Bucht der Anbieter eine eingegangene Rücksendung nicht innerhalb der Frist ein, erstattet die Betreiberin den vollen Betrag automatisch. Der Anbieter ermächtigt die Betreiberin, solche Erstattungen nach den Fristen in Anlage 2 für ihn über Stripe auszuführen. Die Widerrufs- und Rückgabebedingungen für seine Angebote hinterlegt der Anbieter selbst (Ziffer 7.5).

6.5 Meldet ein Endkunde ein Problem mit einer Bestellung, etwa dass die Ware nicht angekommen ist, entsteht ein Beschwerdefall mit drei Stufen. In der ersten Stufe kann der Anbieter innerhalb der Frist in Anlage 2 voll oder teilweise erstatten, ersetzen oder die Beschwerde mit Begründung ablehnen. Eine Rückfrage im Fall setzt die Frist neu. In der zweiten Stufe vermittelt die Betreiberin. Sie beginnt, wenn der Anbieter nicht reagiert oder der Endkunde sie verlangt. Reagiert der Anbieter nicht, wird voll erstattet. Gleiches gilt, wenn bei einer Beschwerde über nicht angekommene Ware kein Zustellnachweis vorliegt, das heißt keine Sendung mit Sendungsnummer. In der dritten Stufe entscheidet die Betreiberin in allen übrigen Fällen, auch mit einer Kulanzerstattung zu ihren Lasten. Reagiert der Endkunde auf ein Lösungsangebot nicht innerhalb der Frist in Anlage 2, wird der Fall ohne Geldbewegung geschlossen. Rechte des Anbieters gegen den Endkunden außerhalb des Marktplatzes bleiben unberührt.

6.6 Der Endkunde kann zu einem Fall Fotos hochladen und auch später noch nachreichen. Der Anbieter sieht sie im Anbieterbereich. Die Betreiberin vermerkt, ob der Anbieter den Fall mit den Fotos aufgerufen hat. Die Fristen laufen unabhängig von diesem Vermerk weiter.

6.7 Wird eine Zahlung bei Stripe angefochten, benachrichtigt die Betreiberin den Anbieter im Anbieterbereich und per E-Mail. Der Anbieter lädt seine Stellungnahme und Belege, etwa die Sendungsnummer, rechtzeitig im Anbieterbereich hoch, und die Betreiberin reicht diese als Beweispaket bei Stripe ein. Antwortet der Anbieter nicht rechtzeitig, kann die Betreiberin die Anfechtung annehmen und den Betrag samt Gebühren nach Ziffer 5.4 beim Anbieter zurückholen. Im Vorfeld einer Anfechtung kann die Betreiberin den Betrag erstatten, statt die Anfechtung abzuwarten.

6.8 Die Betreiberin kommuniziert mit dem Anbieter in der Regel über Nachrichten im Anbieterbereich, auf die per E-Mail an die hinterlegte Adresse hingewiesen wird. Der Anbieter hält diese Adresse aktuell und ruft seine Nachrichten regelmäßig ab.

6.9 Die Betreiberin wertet die Fälle je Anbieter aus. Auffällige Häufungen von Beschwerden oder Zahlungsanfechtungen können Maßnahmen nach Ziffer 8 auslösen.

7. Pflichten des Anbieters, Verantwortlichkeiten

7.1 Der Anbieter versichert, dass die in seinen Online-Shop eingestellten Produkte und Informationen vollständig sind und der Wahrheit sowie gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Der Anbieter ist verpflichtet, diese Daten stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Er übernimmt die Verantwortung dafür, dass er das Recht besitzt, die in seinen Online-Shop eingestellten Inhalte zu nutzen und die Produkte zu vertreiben.

7.2 Der Anbieter handelt im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Angebot oder Vertrieb im Namen oder im Auftrag Dritter sind nicht zulässig.

7.3 Es ist dem Anbieter untersagt, Produkte anzubieten, deren Angebot, Verkauf oder Erwerb gegen diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, gegen gesetzliche Vorschriften oder gegen die guten Sitten verstoßen. Insbesondere dürfen die folgend genannten Produkte weder beschrieben noch angeboten werden. Die Richtlinie über verbotene und beschränkte Produkte konkretisiert diese Liste in ihrer jeweils aktuellen Fassung (Ziffer 1.4).

(1) Artikel, deren Bewerbung, Angebot oder Vertrieb Urheber- und Leistungsschutzrechte, gewerbliche Schutzrechte (z.B. Marken, Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster) sowie sonstige Rechte (z.B. das Recht am eigenen Bild, Namens- und Persönlichkeitsrechte) Dritter oder anderer Anbieter verletzen;

(2) Propagandaartikel und Artikel mit Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen;

(3) pornographische und / oder jugendgefährdende Artikel;

(4) Waffen im Sinne des Waffengesetzes, insbesondere Schuss-, Hieb- und Stichwaffen jeglicher Art sowie Munition jeglicher Art;

(5) Tabakwaren (z.B. Zigaretten, Zigarren, Feinschnitt) ohne deutsche Steuerzeichen;

(6) radioaktive Stoffe, Gift und Explosivstoffe sowie sonstige gesundheitsgefährdende und/oder gefährliche Chemikalien;

(7) lebende Tiere, Produkte aus und Präparate von geschützten Tierarten sowie geschützte Pflanzen und deren Präparate sowie Pelze;

(8) menschliche Organe oder Körperteile;

(9) Wertpapiere (insbesondere Aktien), Geldmarkt- oder Finanzinstrumente, Kredite, Darlehen und Finanzierungshilfen, es sei denn, diese werden von Kreditinstituten mit Sitz oder Niederlassung im Inland angeboten;

(10) Schuldscheine und gerichtliche Titel sowie andere Forderungen aus Rechtsgeschäften zum Zwecke des Inkasso;

(11) Gutscheine, die für jedermann kostenlos erhältlich sind;

(12) Drogen im Sinne des deutschen Betäubungsmittelgesetzes (BtmG) oder vergleichbarer Rechtsnormen sowie Gerätschaften zur Herstellung und zum Konsum von Drogen;

(13) Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes und Medizinprodukte im Sinne des Medizinprodukterechts oder vergleichbarer Rechtsnormen, sofern besagte Medizinprodukte keine CE-Kennzeichnung tragen und/oder von einem Verkäufer angeboten werden, der seinen Sitz/Wohnsitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft hat;

(14) Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte;

(15) Bücher, CDs und/oder DVDs dürfen nur mit ausdrücklicher vorheriger Genehmigung durch die Betreiberin angeboten werden. Dies gilt entsprechend für die Veröffentlichung sonstiger Inhalte und für das Setzen von Links durch den Anbieter.

7.4 Anbieter sind verpflichtet, sich an folgende Grundsätze zu halten:

(1) ein Link zu einer Webseite außerhalb des Marktplatzes darf nur nach vorheriger Zustimmung der Betreiberin gesetzt werden;

(2) Angebots-Bilder dürfen keinen Firmennamen, Wasserzeichen oder URLs enthalten;

(3) der Anbieter muss die von ihm angebotenen Produkte wahrheitsgemäß beschreiben, und die Beschreibung der Produkte sowie Zeichnungen und Bilder dürfen keine Werbung für andere als die angebotenen Produkte enthalten;

(4) es dürfen nur tatsächlich verkäufliche Artikel angeboten werden, nicht Artikel, die nur der Information oder Verlinkung dienen;

(5) jedes Produkt braucht mindestens ein Produktbild und einen Preis größer null, sonst ist es auf dem Marktplatz nicht sichtbar;

(6) Erotik-Artikel dürfen ausschließlich nur in der Kategorie Erotik gelistet werden;

(7) Geschlechtsteile, sexuelle Handlungen und gewaltverherrlichenden Inhalte dürfen nicht abgebildet werden.

7.5 Der Anbieter muss sich selbst vollständig über die von ihm einzuhaltenden gesetzlichen Regelungen informieren. Die Betreiberin weist, ohne hierfür eine Gewähr zu geben, darauf hin, dass insbesondere folgende Pflichten bestehen können:

(1) Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr und bei Fernabsatzgeschäften, Belehrung über gesetzliche Widerrufs- oder Rückgaberechte gegenüber dem Endkunden;

(2) Bereithalten von Datenschutzinformation;

(3) Angabe des Impressums;

(4) Vollständige und wahrheitsgemäße Beschreibung der Eigenschaften der angebotenen Produkte, Information über die Zahlungs- und Lieferbedingungen, ordnungsgemäße Preisangaben;

(5) Einhaltung des Verpackungsgesetzes, einschließlich der Registrierung bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister, und der Pflichten für Elektro- und Elektronikgeräte;

(6) Angaben zur Produktsicherheit, etwa zu Hersteller, Anschrift und gegebenenfalls zum Verantwortlichen in der Europäischen Union.

Sofern die Betreiberin beim Anlegen eines Online-Shops Standard-AGB, ein Impressum oder andere Informationen in den Shop aufgenommen hat (erfolgt in der Regel automatisiert), ist der Anbieter verpflichtet sämtliche Inhalte auf ihre Richtigkeit und Übereinstimmung mit gesetzlichen Vorgaben zu prüfen, insbesondere im Hinblick auf sein Geschäftsmodell. Die Betreiberin übernimmt hierfür keine Gewähr. Der Anbieter ist selbst für in seinem Shop eingestellte Inhalte verantwortlich. Der Anbieter verpflichtet sich, in seinem Impressum auch seine geschäftliche Telefonnummer anzugeben.

7.6 Die Betreiberin ist gesetzlich verpflichtet, Angaben zu Anbietern zu erheben, zu prüfen und in bestimmten Fällen an Behörden zu melden oder Auskünfte zu erteilen, etwa nach dem Digital Services Act und dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz. Der Anbieter liefert die dafür erforderlichen Angaben vollständig und richtig und hält sie aktuell. Die Betreiberin darf die Angaben im gesetzlich erforderlichen Umfang melden.

7.7 Für Produkte mit Altersbeschränkung, etwa Alkohol und Tabak, setzt der Anbieter die Kennzeichnung „ab 18“ am Produkt. Die Betreiberin kann Produkte und Kategorien ebenfalls kennzeichnen. Der Marktplatz verlangt von Endkunden in der Kasse eine Bestätigung der Volljährigkeit und protokolliert sie an der Bestellung. Die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften beim Versand und bei der Zustellung ist Sache des Anbieters.

7.8 Es ist dem Anbieter untersagt, mit den durch die Nutzung des Marktplatzes erhaltenen Adressen, Kontaktdaten, Informationen und E-Mail-Adressen Werbung zu betreiben, insbesondere diese Daten für die Zusendung unerwünschter und unaufgeforderter Werbung (wie z.B. Spamming) zu nutzen.

7.9 Der Anbieter darf sein Passwort nicht an Dritte weitergeben. Für die Geheimhaltung des Passworts ist der Anbieter selbst verantwortlich. Er hat die Betreiberin umgehend zu informieren, wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass sein Zugang von Dritten genutzt wird oder wurde oder wenn das Passwort Dritten bekannt geworden ist. Der Anbieter haftet grundsätzlich für alle Aktivitäten, die unter Verwendung seines Zugangs vorgenommen werden. Er haftet nicht, wenn er den Missbrauch seines Zugangs deshalb nicht zu vertreten hat, weil eine Verletzung der bestehenden Sorgfaltspflichten nicht vorliegt.

7.10 Der Anbieter garantiert dem Endkunden gegenüber, dass das angebotene Produkt zu dem ausgewiesenen Preis vorrätig ist. Er ist dafür verantwortlich, die Produktdaten und Angebote aktuell zu halten.

7.11 Der Anbieter ist selbst dafür verantwortlich, auf der Plattform einsehbare oder gespeicherte Informationen, die er zu Zwecken der Beweissicherung, Buchführung usw. benötigt, auf einem von der Plattform unabhängigen Speichermedium zu archivieren. Der Anbieter verpflichtet sich, diese und seine sonstigen Daten regelmäßig zu sichern.

7.12 Für die Einrichtung des Online-Shops, die nach von der Betreiberin durchgeführter Anlegung des Online-Shops erfolgt, sowie den weiteren Betrieb des Shops und die Einbindung der Produkte des Anbieters auf dem Marktplatz gilt Folgendes: Alle neuen Daten und Änderungen im Online-Shop des Anbieters werden, sofern nichts anderes vereinbart ist, vom Anbieter eingestellt. Sie werden nach der technischen Verarbeitung sichtbar, bei eingeschalteter Vorab-Prüfung erst nach Freigabe durch die Betreiberin. Die Produkte werden gemäß den Angaben des Anbieters zu den von ihm gewählten Kategorien automatisch rubriziert, kategorisiert und sortiert; die Richtigkeit ist durch die Betreiberin nicht zu prüfen oder zu gewährleisten. Der Anbieter trägt die Verantwortung für Inhalt und die von ihm gewünschte Rubrizierung seiner Eintragung. Die Betreiberin ist nicht verpflichtet, Aufträge, Eintragungen und gewünschte Rubrizierungen daraufhin zu prüfen, ob durch sie Rechte Dritter beeinträchtigt werden. Die Betreiberin behält sich aus technischen sowie sonstigen wichtigen Gründen Abweichungen von den gewählten Sortierungs- und Kategorisierungsregeln vor. Die Betreiberin hat jederzeit das Recht, Rubrik-, Kategorie- und sonstige Bezeichnungen zu ändern oder zu streichen sowie von der Zuordnung zu einer vereinbarten Kategorie abzuweichen, insbesondere bei aus Sicht der Betreiberin falscher Kategorienzuordnung von Produkten.

7.13 Wird der Vertrag über die Nutzung des Marktplatzes beendet, ist der Anbieter nach der Vertragsbeendigung verpflichtet zu prüfen, ob die Betreiberin das Passwort des Anbieters deaktiviert, seinen Zugang zum Marktplatz gesperrt und die Shop-Inhalte des Anbieters gelöscht hat. Ist dies nicht der Fall, hat er die Betreiberin in Textform aufzufordern, dies durchzuführen. Für die Inhalte in seinem Shop bleibt der Anbieter verantwortlich, bis er die Betreiberin zur Löschung aufgefordert hat.

8. Rechte der Betreiberin

8.1 Die Betreiberin kann geeignete Maßnahmen, insbesondere solche gemäß Ziffer 8.2 ergreifen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ein Anbieter gegen diese AGB, die guten Sitten oder gesetzliche Bestimmungen verstößt oder Rechte Dritter verletzt. Dies gilt auch dann, wenn die Interessen des Marktplatzes, der Anbieter, Endkunden (z.B. vor betrügerischen Aktivitäten) oder der Betreiberin beeinträchtigt werden. Maßnahmen setzen einen sachlichen Grund voraus. Bei der Wahl einer Maßnahme berücksichtigt die Betreiberin die berechtigten Interessen des von der Maßnahme betroffenen Anbieters, insbesondere ob Anhaltspunkte für ein fehlendes Verschulden des Anbieters vorliegen und ob eine vorherige Abmahnung oder Ankündigung der Maßnahme angezeigt ist.

8.2 Maßnahmen gemäß Ziffer 8.1 sind: Abmahnung des Anbieters, Löschen von Angeboten oder sonstigen Inhalten, Be-/Einschränkung der Nutzung der Plattform, Prüfung von Angeboten vor ihrer Veröffentlichung, Zurückhalten von Auszahlungen nach Ziffer 5.4, vorläufige und endgültige Sperrung.

8.3 Wird ein Anbieter gesperrt, darf er die Plattform für die Dauer der Sperrung nicht mehr nutzen (auch nicht mit anderen bereits registrierten Online-Shops) und sich nicht erneut registrieren. Eine endgültige Sperrung (endgültiger Ausschluss von der Nutzung des Marktplatzes) kann die Betreiberin über den in 4.11 genannten Fall hinaus insbesondere dann vornehmen, wenn der Anbieter

(1) zahlungsunfähig ist oder ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Anbieters gestellt ist;

(2) falsche Kontaktdaten angegeben hat;

(3) seine Zugangsberechtigung überträgt;

(4) verbotene Produkte gemäß Ziffer 7.3 anbietet;

(5) Beschwerden von Endkunden oder anderer Anbieter über ihn vorliegen, die trotz Abmahnung innerhalb angemessener Frist nicht behoben werden; im Einzelfall genügt bereits eine begründete Beschwerde, wenn eine Sperrung verhältnismäßig ist; insbesondere bei Vorliegen mehrerer Beschwerden, gilt eine Sperrung als verhältnismäßig;

(6) länger als 4 Wochen weder auf postalische oder telefonische Kontaktaufnahme, noch auf Kontaktaufnahme per E-Mail oder durch Nachricht im Anbieterbereich reagiert;

(7) ein Anbieter einen anderen Anbieter, einen seiner Endkunden oder die Betreiberin abmahnt, ohne zuvor eine gütliche Einigung ernsthaft versucht zu haben;

(8) ein Anbieter einen anderen Anbieter des Marktplatzes, einen Endkunden oder die Betreiberin in erheblichem Maße schädigt, insbesondere Leistungen der Betreiberin missbraucht;

(9) deliktische Handlungen vornimmt oder versucht (z.B. Betrug);

(10) ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren gegen den Anbieter eröffnet wurde, wenn es um den Vorwurf des Betrugs oder der Geldwäsche geht;

(11) einer Mitwirkungspflicht auch nach zweimaliger Nachfristsetzung seitens der Betreiberin nicht nachkommt;

(12) in sonstiger Weise gegen diese AGB, gegen die guten Sitten oder gesetzliche Bestimmung verstoßen hat;

(13) ein anderer wichtiger Grund vorliegt.

8.4 Die Betreiberin teilt dem Anbieter eine Beschränkung, Aussetzung oder Beendigung der Nutzung in Textform mit und nennt die wesentlichen Gründe, bevor die Maßnahme wirksam wird oder spätestens mit ihrem Wirksamwerden, soweit nicht gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.

8.5 Weitere Ansprüche der Betreiberin bleiben unberührt, insbesondere das Recht zur außerordentlichen Kündigung und Schadensersatzansprüche.

8.6 Die Betreiberin ist berechtigt, in dem auf dem Marktplatz angelegten Online-Shop des Anbieters Werbung für den Marktplatz zu schalten.

9. Nutzungsrechtseinräumung

Die Betreiberin ist berechtigt, vom Anbieter eingestellte Daten (Bilder, Texte, Logos etc.) für den Marktplatz sowie im Rahmen von Werbemaßnahmen für den Marktplatz zu nutzen (z.B. Einbindung auf anderen Websites, Veröffentlichung in Medien, Werbung für Angebote in E-Mails). Der Anbieter räumt der Betreiberin vergütungsfrei für die Dauer des Nutzungsvertrages die hierfür erforderlichen Rechte, insbesondere das Vervielfältigungs- und Veröffentlichungsrecht, sowie ein Bearbeitungsrecht ein und sichert zu, zu dieser Nutzungsrechtseinräumung berechtigt zu sein.

10. Haftungsfreistellung

Der Anbieter stellt die Betreiberin von sämtlichen Ansprüchen frei, die andere Anbieter oder sonstige Dritte der Betreiberin gegenüber wegen Verletzung ihrer Rechte aufgrund vom Anbieter eingestellten Angeboten, Inhalten oder Linksetzungen oder wegen sonstiger Nutzung des Marktplatzes durch den Anbieter geltend machen. Diese Freistellung gilt insbesondere für wettbewerbs-, urheber-, marken-, patent- und namensrechtliche Ansprüche. Der Anbieter übernimmt hierbei die Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung einschließlich aller Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe. Dies gilt nicht, wenn die Rechtsverletzung vom Anbieter nicht zu vertreten ist. Der Anbieter ist verpflichtet, der Betreiberin im Falle einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind.

11. Haftung der Betreiberin

11.1 Sofern die Betreiberin fahrlässig eine vertragswesentliche Pflicht (sog. Kardinalpflicht) verletzt, ist die Haftung auf den vorhersehbaren, typischerweise entstehenden Durchschnittsschaden beschränkt. Vertragswesentliche Pflichten sind Pflichten, die der Vertrag dem Anbieter nach seinem Inhalt zur Erreichung des Vertragszwecks auferlegt, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Anbieter regelmäßig vertrauen darf. Sofern die Betreiberin leicht fahrlässig eine unwesentliche Vertragspflicht verletzt, ist die Haftung auf den Auftragswert begrenzt. Die Betreiberin haftet nicht für Verletzungen Dritter durch den Anbieter.

11.2 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche wegen Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Arglist, Garantieversprechen oder wenn die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften, wie etwa dem Produkthaftungsgesetz, erfolgt.

11.3 Die Betreiberin haftet nicht aus zwischen dem Anbieter und Endkunden abgeschlossenen Verträgen. Anspruchsgegner sind allein die jeweiligen Vertragsparteien.

12. Laufzeit, Kündigung

12.1 Der Nutzungsvertrag zwischen der Betreiberin und dem Anbieter hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ab Vertragsbeginn, sofern nichts anderes vereinbart ist. Wird der Vertrag nicht 3 Monate vor Ablauf der Mindestlaufzeit von einem der Vertragsparteien gekündigt, verlängert er sich um jeweils weitere 12 Monate.

12.2 Bestellt der Anbieter Zusatzleistungen, gelten die in Ziffer 12.1 genannten Laufzeiten und Fristen entsprechend, sofern nichts anderes vereinbart ist. Zusatzleistungen können gesondert unter Fortführung des übrigen Vertrags gekündigt werden.

12.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Die Betreiberin hat insbesondere in den in Ziffer 8.3 genannten Fällen ein außerordentliches Kündigungsrecht. Weitere Ansprüche und Rechte der Betreiberin bleiben unberührt, insbesondere Schadensersatzansprüche.

12.4 Im Falle einer außerordentlichen Kündigung, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, zahlt die Betreiberin dem Anbieter die über den Zeitpunkt der Wirksamkeit der Kündigung hinaus zu viel entrichtete Vergütung anteilig zurück.

12.5 Kündigungen bedürfen der Textform, zum Beispiel per E-Mail.

12.6 Mit Vertragsbeendigung wird das Passwort des Anbieters deaktiviert und der Zugang zum Marktplatz gesperrt. Das Recht zur Nutzung des Marktplatzes erlischt und die Shop-Inhalte des Anbieters werden von der Betreiberin gelöscht. Deaktivierung, Sperrung und Löschung erfolgen in der Regel zeitnah nach Vertragsbeendigung, spätestens mit Aufforderung des Anbieters an die Betreiberin, dies durchzuführen. Der Anbieter prüft, ob diese Maßnahmen nach Vertragsbeendigung erfolgt sind. Ist dies nicht der Fall, hat er die Betreiberin in Textform aufzufordern, dies durchzuführen. Die für den Anbieter vergebene Domain und / oder der Online-Shop (ohne die Inhalte des Anbieters) werden von der Betreiberin gelöscht, neu vergeben oder neu angelegt.

12.7 Mit Vertragsbeendigung endet das Recht der Betreiberin zur Abbuchung der Grundgebühr für spätere Zeiträume. Die Regelungen in den Ziffern 5 und 6 zu Auszahlung, Erstattung, Rückbelastung und Fällen gelten fort, bis die zum Vertragsende offenen Bestellungen und Fälle abgewickelt sind. Bis dahin entstandene Forderungen bleiben bestehen.

13. Änderung der AGB

13.1 Die Betreiberin kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Sie teilt dem Anbieter jede Änderung mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit. Eine Änderung erfolgt beispielsweise bei einer Gesetzesänderungen, Änderungen der Rechtsprechung, Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse der Betreiberin und bei einer Änderung der Zahlungsabwicklung.

13.2 Die Änderung gilt als genehmigt, wenn der Anbieter ihr nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform widerspricht. Das gilt nur für Änderungen, die das Gefüge von Leistung und Gegenleistung nicht wesentlich stören. Änderungen der Gebühren, der Laufzeit oder der Hauptleistungen wirken nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt. Stimmt er nicht zu, gilt der Vertrag unverändert fort.

13.3 Die Betreiberin weist in der Mitteilung gesondert auf die Frist, auf die Folge des Schweigens, auf das Recht zum Widerspruch und auf das Recht zur Kündigung hin. Der Anbieter kann den Vertrag bis zum Inkrafttreten der Änderung mit sofortiger Wirkung in Textform kündigen.

14. Beschwerdemanagement

Beschwerden über Maßnahmen der Betreiberin, über Störungen des Marktplatzes oder über die Durchführung dieses Vertrages kann der Anbieter über die Nachrichtenfunktion im Anbieterbereich oder in Textform an die im Impressum genannte Adresse richten. Die Betreiberin bestätigt den Eingang, prüft die Beschwerde sorgfältig und teilt das Ergebnis mit einer Begründung innerhalb angemessener Frist in Textform mit. Das Recht beider Seiten, die Gerichte anzurufen, bleibt unberührt.

15. Schlussbestimmungen

15.1 Es gelten vorrangig die Regelungen im Kundenantrag einschließlich des gewählten Tarifs, sodann die Regelungen des Preisverzeichnisses (Anlage 1). Die Regelungen dieser AGB treten im Falle von Widersprüchen hinter den Regelungen des Kundenantrags und des Preisverzeichnisses zurück.

15.2 Der Anbieter ist zur Aufrechnung mit eigenen Forderungen nur dann berechtigt, wenn seine Forderungen gegen die Betreiberin unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.

15.3 Für sämtliche Rechtsbeziehungen der Parteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und unter Ausschluss von Kollisionsrecht.

15.4 Erfüllungsort für die gegenseitigen Leistungen ist 78048 Villingen-Schwenningen. Ist der Anbieter Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag 78048 Villingen-Schwenningen. Dasselbe gilt, wenn der Anbieter keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt sind. Die Befugnis, auch das Gericht an einem anderen gesetzlichen Gerichtsstand anzurufen bleibt hiervon unberührt.

Anlage 1: Preisverzeichnis yatego

Alle Beträge netto, zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Beträge entsprechen dem Tarifkatalog des Marktplatzes. Maßgeblich ist die Fassung, die bei Antragstellung angezeigt wird.

Tarif yatego Professional

ZahlungsrhythmusGrundgebühr je MonatRechnungsbetrag je Zahlungszeitraum
monatlich48,90 EUR48,90 EUR
vierteljährlich45,90 EUR137,70 EUR
halbjährlich42,90 EUR257,40 EUR
jährlich39,90 EUR478,80 EUR

Mindestlaufzeit 12 Monate für alle Zahlungsrhythmen, Kündigungsfrist 3 Monate zum Ende der Laufzeit, Verlängerung um jeweils 12 Monate (Ziffer 12.1).

Umsatzgebühr: 6,5 % des Warenwertes einer Bestellung (Ziffer 4.8).

Zahlungsgebühr: 1,5 % zuzüglich 0,25 EUR je Zahlung, je nach Zahlungsart abweichend, berechnet vom Zahlungsdienstleister (Ziffer 4.9).

Anlage 2: Fristen im Fallverfahren

Die Fristen sind Standardwerte. Die Betreiberin kann sie nach Ziffer 13 ändern.

AnlassFrist
Frage eines Endkunden bleibt unbeantwortetErinnerung an den Anbieter nach 24 Stunden, Information an den Endkunden nach 48 Stunden
Stornierung vor dem Versandsofortige Erstattung
Rückgabe- oder WiderrufsanfrageGenehmigung gilt nach 3 Werktagen ohne Reaktion des Anbieters
Eingegangene Rücksendungvolle Erstattung nach 5 Werktagen ohne Einbuchung durch den Anbieter
Beschwerdefall, erste Stufe3 Werktage für den Anbieter, eine Rückfrage im Fall setzt die Frist neu
Lösungsangebot an den EndkundenFall wird geschlossen, wenn der Endkunde 5 Werktage lang nicht reagiert
ZahlungsanfechtungFrist für den Anbieter endet 24 Stunden vor der Frist von Stripe, Erinnerungen 5 und 2 Tage vor Fristende
Auszahlung vom Stripe-KontoSicherheitsfrist 14 Tage (Ziffer 5.1)

Yatego GmbH
Goldenbühlstr. 12
D-78048 Villingen-Schwenningen
info@yatego.com
Telefon +49 (0) 7721 402 907 - 0
https://www.yatego.com

Geschäftsführer: Albert Kampf
Handelsregister: Amtsgericht Freiburg HRB 603020
Steuernummer: 22108/31802
USt-IdNr.: DE228453314

Weitere Fassungen